PETRA WÜNDISCH 

Die Farbtöne der Aquarellfarben, die ich bei meinem Vater (Innenarchitekt) entdeckte, begeisterten mich schon in meiner Jugend. "Effekthascherei" nannte es mein Zeichenlehrer, wenn ich ein Karminrot oder ein Preußischblau unter die Wasserfarben aus meinem Schulmalkasten mischte. Vielleicht war das der Grund oder die Warnung meines Vaters, "ein Leben lang Marmeladenglas - Etiketten entwerfen zu müssen", der mich davon abhielt, ein Kunst-Studium in Halle Burg-Giebichenstein aufzunehmen. 

Erst viele Jahre später wurde die Aquarellmalerei meine Leidenschaft.

Beim Studium in Berlin zog es mich in einen Kunstgewerbezirkel und danach gehörte der Fotoapparat zu meinem ständigen Begleiter auf Reisen in aller Welt. Die analoge Fotografie schärfte meinen Blick für einen gelungenen und spannenden Bildausschnitt. Der Aquarellmalkasten, den ich Mitte der 90er Jahre geschenkt bekam, schlummerte lange im Schrank. 

Dies änderte sich 2011. Die private Lebenssituation verschaffte mir zeitliche Freiräume und der Wunsch, künstlerisch tätig zu werden, lebte wieder auf. 

Gemalt wird nicht nur im Atelier, sondern am liebsten unter freiem Himmel. Meist starte ich meine Aquarelle mit Holz oder Fingern. Motive finde ich überall, in meinem Garten, in der Natur, in meiner Fotosammlung und auf Reisen.

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